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Nachhaltige Entwicklung – eine Selbstverständlichkeit bei FELCO

Umweltbewusstsein, mit und für die Natur zu produzieren, das sind Grundprinzipien bei FELCO. Der führende Hersteller von Baum-, Reb- und Gartenscheren lebte die nachhaltige Entwicklung vor – lange bevor das Konzept zur Modeerscheinung wurde. Christophe Nicolet, Co-CEO des Unternehmens, erklärt warum.

Seit wann wird das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung bei FELCO gelebt?

Dieser Trend war schon immer Teil des Unternehmens. Von Anfang an, vor 75 Jahren, wurden Nachhal­tigkeit und Umweltschutz bei der Herstellung unserer Werkzeuge ganz selbstverständlich eingeschlos­sen, obwohl sie nie Teil eines bewussten Strategieentscheids waren. Heutzutage, in einer Zeit, in der die nachhaltige Entwicklung zum globalen Thema geworden ist und viele Unternehmen ihre Herstellungs­ketten vollständig auf den Kopf stellen müssen, sind wir in der glücklichen Lage, dies schon immer gelebt zu haben.

Wie kann man das erklären?

Dies ist zweifellos auf die starke Bindung zurückzuführen, die wir mit unseren Kunden haben. Wein­bauern und Baumschulgärtner, um nur einige zu nennen, verwalten oft Güter, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Sie sind Menschen mit einer langfristigen Vision; für sie ist Nach­haltigkeit eine Lebensweise. Deshalb wollen sie dieses Prinzip auch in ihren Werkzeugen finden. Und die Entwicklung unserer Baum-, Reb- und Gartenscheren spiegelt genau das wider. Diese Werkzeuge sind aus Aluminium hergestellt, das zur Hälfte aus recyceltem Metall besteht. Darüber hinaus ermög­licht die Austauschbarkeit der Klingen eine regelmässige Wartung und macht diese Werkzeuge fast unverwüstlich. Es war also ein guter Boden, auf dem diese Philosophie unseres Unternehmens wachsen konnte.

Dies ist also Teil der Unternehmenskultur?

Ja, nachhaltig und mit Respekt vor der Natur zu denken, ist ein Stück weit jedem gegeben, der bei FELCO arbeitet. Ob es sich um die Familienmitglieder handelt, denen das Unternehmen gehört, oder um die Geschäftsleitung und das Kader bis hin zu allen Produktionsmitarbeitern: alle teilen dieselbe ökologische Denkweise.

Kommt dieses Umweltbewusstsein auch bei Ihren internen Abläufen zum Tragen?

Ja, insbesondere in all unseren Arbeitsprozessen. Wir legten schon immer besonderen Wert auf den rich­tigen Umgang mit natürlichen Ressourcen, deshalb beobachten wir genau die Auswirkungen unserer Produktion, sowohl auf die Umwelt als auch auf die Menschen. So haben wir beispielsweise seit länge­rem Leistungsindikatoren eingeführt, die den Wasser- und Stromverbrauch pro Jahr vergleichen, ebenso den CO2-Fussabdruck pro produziertem Werkzeug. Dies beeinflusst unsere Entscheidungen und Investitionen.

Inwiefern?

Wir verwenden Zum Beispiel nur Strom aus erneuerbaren Quellen. Dazu gehört auch Strom, den wir mit unserem Solarkraftwerk auf dem Dach der Fabrik selbst erzeugen. Wir unternehmen auch grosse Anstrengungen bei der Wiederaufbereitung unserer Abwässer oder bei der Wärmerückgewinnung aus unseren Maschinen.

Und wir sind oft unserer Zeit voraus. Obwohl dies noch nicht verboten ist, haben wir bei der Herstellung unserer Werkzeuge bereits auf die Verwendung von Phthalaten verzich­tet. Manchmal können unsere Überlegungen viel weiter gehen.

Zum Beispiel?

Wir bemühen uns auch um Nachhaltigkeit bei der Mobilität. Wir geben bereits jetzt kurzen Wegen in unserer Produktion den Vorrang. Und wir ermutigen unsere Mitarbeiter, lange Anfahrtswege zu ver­meiden. Wir fördern Fahrgemeinschaften und das Benutzen der öVs und ermutigen die Belegschaft, ihren Wohnsitz nach Les Geneveys-sur-Coffrane, in der Nähe der Fabrik, zu verlegen. Wir kommen finanziell für den Umzug auf, wenn sie sich entscheiden, in dieser Gemeinde Wohnsitz zu nehmen. Bereits ein Dutzend Familien haben davon Gebrauch gemacht.

Und wenn wir Aktionen unterstützen, steht dies oft im Einklang mit unserer langfristigen Vision. So beteiligen wir uns beispielsweise an der Finanzierung von Programmen zur Erhaltung von Pflanzen­arten, wie dem Crop Trust, dem Kaffeekonservatorium in Costa Rica, dem Old Vine Project, das alte Rebstöcke in Südafrika bewahrt, oder, näher bei uns, dem Verein Rétropomme in Neuenburg und seinem Obstgarten alter Sorten.

Unsere Ideen nehmen manchmal gar anekdotenhafte Züge an. Wie jene Bienenstöcke, die seit einigen Jahren auf dem Dach der Fabrik installiert sind, und dank derer wir unseren eigenen Honig produzieren.

Und was bringt die Zukunft?

Unsere Bemühungen werden selbstverständlich fortgesetzt. Als nächstes Projekt werden wir die Ver­packung unserer Produkte komplett überdenken und demnächst auf Plastikblister zugunsten von recycelten Kartonagen verzichten.

Einige Zahlenbeispiele

1,71 Kw/h Strom sind nötig, um eine FELCO-Gartenschere zu produzieren. Dieser Verbrauch nimmt aber ständig ab.

50% des für die Herstellung der Werkzeuge verwendeten Aluminiums ist recycelten Ursprungs.

27% der Beschäftigten wohnen in der Gemeinde

100% erneuerbare Energie wird für die Herstellung verwendet.